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Vom Preusweg zum Vaalser Berg und zurück

Wanderung im Aachener Wald

Vom Preusweg zur Karlshöhe, weiter zum Vaalser Berg und zurück

Es ist ein sonniger Sonntag, wir sind schon früh startbereit zur Wanderung. Vom Hotel geht es zum Bäcker Moss, um Proviant einzukaufen wie auch Printen. Wir sind ja in Aachen. Unser Ausgangspunkt ist der große Wanderparkplatz am Preusweg. Das ist eine elegante, langgestreckte Wohnstraße im westlichen Aachen. Hier ist eine gute Wohngegend, wirklich. Der Aachener Wald ist durch die Lage im Grenzgebiet eine geschichtsträchtige Region! Sehr interessant hier!


Vom Parkplatz aus gehen wir ein kurzes Stück den Karlshöher Talweg, dann scharf rechts ab und bald wieder links immer bergauf. Auf einem Zick-Zackweg, der teilweise mehrere parallele Pfade aufweist, geht es immer bergauf. Wir kreuzen den Karlshöher Hochweg, gehen südlich der Karlshöhe vorbei. Bald erreichen wir den Südweg, der und an der Sendeanlage „Mulleklenkes“ vorbeiführt. Hier bleiben wir auf dem Südweg und biegen dazu leicht nach rechts ab.

Der Südweg wird später sehr steinig an der Grenze zu Belgien. Hinter der Kreuzung mit dem Moresneter Weg finden wir links einen quaderförmigen „Adlerstein“. Weiter geht es oft über Steine sowie bergauf und bergab.

Adlerstein: Historischer Grenzstein

Die ruhige Maladenwiese überqueren wir, um direkt dahinter nach links abzubiegen. Ein schöner, einsamer Pfad führt uns hier weiter berauf. Rechts am Weg sehen wir einige Salomonssiegel mit Früchten. Nach einem kurzen steinigen Anstieg erreichen wir den gut ausgebauten Weg, der uns scharf nach rechts in Richtung des Dreiländerecks bringt. Nicht weit vom Aussichts-Turm Baudoin liegt das eigentliche Dreiländereck. Hier ist der „Hogste Punt van Nederland“ zu finden, 323 m Höhe über NN.

Es folgt eine Art großer Vergnügungspark mit vielen Einkehrmöglichkeiten und noch mehr Sitzplätzen. Kinderspielplätze, ein Labyrinth, ein Restaurant mit getrennten Eingängen für die drei Länder, mit Beschriftungen in den drei Landessprachen (mindestens). Benachbart stehen viele Parkplätze zur Verfügung.

Am Viergrenzenweg gehen wir nach rechts und gleich wieder entlang der Grenze nach links (Norden). Man kann am steinigen Naturlehrpfad oder einen Weg weiter nach rechts (Osten) abbiegen. Über offene Wege gelangen wir zum Knotenpunkt 31. Nun geht es nach rechts und am Bikerpark vorbei. Wir treffen am Punkt 30 auf den Dreiländerweg und gehen nach Osten bergab. Hier findet sich ein schöner Aussichtspunkt über Aachen West.

Am Friedrich: Blick über Aachen vom Waldrand aus

Am Knotenpunkt 12 biegen wir auf den Geusenweg ab, dessen Name an die spanische Herrschaft über die Niederlande erinnert. Wir gehen somit – wie so oft in der Umgebung Aachens – auf einem historischen Weg. Am Knotenpunkt 29 biegen wir noch vor der Bahnbrücke scharf nach links auf einen Hohlweg ab.

Ziege
Kühe
Schweine

Bald erreichen wir Gut Reinhartzkehl. Hier kann man den Kindern durchaus etwas bieten. Es gibt Ziegen, Schweine, Kühe und verschiedene Pferde zu sehen. An der unteren Ecke findet sich eine Einkehrmöglichkeit, eine Art „Milchhäuschen“ zur Selbstbedienung. Hier gehen wir nach rechts unter der Bahnstrecke durch und bergauf zum Knotenpunkt 28 auf dem Friedrichweg. Hier gehen wir nach links, und gelangen schnell zu Resten des Aachener Landgrabens beim Knotenpunkt 27.

Kopfbuchen

Es geht nun nach rechts etwas bergan. Wir lesen am Weg die Schrifttafel „Eigentlich schon tot“. Aus Versehen gehen wir hier direkt nach rechts durch den Wald bis zum Knotenpunkt 25. Eigentlich hätte es hier geradeaus entlang von Resten des Walles zum Punkt 26 am Philippionsweg gehen sollen. Und dann weiter nach rechts zum Punkt 25.

Von dort gehen wir zum Punkt 77 und dort etwas nach links. Ab hier folgen wir dem Hauptweg und lassen uns durch Beschilderungen nicht irritieren. So erreichen wir bald den Wanderparkplatz Preusweg mitten im Wald, unseren Ausgangspunkt.

Es war eine schöne Halbtageswanderung im bewaldeten Dreiländereck im Westen von Aachen. Hier gibt es, wenn man sich auf die wechselvolle Geschichte der Region einlässt, viel zu sehen und zu verstehen. Bemerkenswert sind auch diverse Aussichtspunkte. Wegen einiger recht steiniger Abschnitte ist gutes Schuhwerk zu empfehlen. Wanderstöcke sind an ein paar Stellen auch ganz hilfreich.

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