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Der ambivalente Gartenfreund

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Ordnung

Ich bin der ambivalente Gartenfreund. Ich beobachte mich ständig unter Selbstbeobachtung. Kümmere ich mich genug um den Garten? Was sollen sonst die Nachbarn denken? Oder stünde ein Naturgarten eher im Trend? Für die Insekten wäre das sicher viel besser! Sind die Sträucher nach dem Winter schon abgeräumt? Etwas Abwarten wäre vielleicht besser wegen der kleinen Tiere! Was ist mit dem locker-grünen Unkraut unter der Felsenbirne? Darf das sein? Sind die Büsche geschnitten? Ist das Moos bekämpft? Oder bricht die Katzenminze durch? Die durchmischt sich total mit Immergrün! Nein so was! Soll ich den Rasen mähen oder nicht? Wegen der Trockenheit besser abwarten? Vielleicht schon im April den Rasen sprengen, damit ich ihn früher mähen kann? Paradox!

Soll ich die englischen Bodendeckerrosen (unedel!) endlich mal richtig einpflanzen? Oder zusehen, wie die mit der trockenen Umgebung zurechtkommen? Rosen wären vom Prinzip her dazu in der Lage, die unedlen sind schließlich Pionierpflanzen.

Unkraut

Oh, fast vergessen, die Kapuzinerkresse muss noch gesät werden – gleich bestellt! Und den Schmetterlings- und Blumenwiesensamen mit! Der Scheinmohn wächst schon super, ist das ein wildes Unkraut! Obwohl schon vor X Jahren aus dem Beet genommen, kommt der immer wieder. Er blüht ja ganz schön! Aber so unkontrolliert! Wächst genauso penetrant wie der Frauenmantel. Den kriegt man auch nicht mehr weg! Doch Löwenzahn, der wird auf jeden Fall bekämpft. Und die Farne wachsen prima, und sie verteilen sich ordentlich auf dem ganzen Grundstück. Erstaunlicherweise hat es die Herkulesstaude bisher noch nicht zu mir geschafft. Springkraut habe ich bisher auch nicht gesehen, obwohl im letzten Jahr auf dem Nachbargrundstück Prachtexemplare zu sehen waren. Der japanische Knöterich möge bitte sonst irgendwo wachsen. Wo bloß die kleinen Ilexpflanzen immer herkommen. Und die unzähligen kleinen Eschenaustriebe? Und der Kirschlorbeer als Oberunkraut hat auch dieses Jahr enorm viele Wurzelaustriebe.

Es ist schon erstaunlich, wie viele „Unkräuter“ es im Garten gibt. Und das waren nur die, die mir geläufig sind! Aber ist es nicht schön, dass es auch ohne unser Zutun so gut wächst?

Der geneigte Leser merkt, dass mich die Ambivalenz plagt.

Naturfreund, oder nicht? Das ist hier die Frage! Auf jeden Fall der ambivalente Gartenfreund.

Experiment der Natur

Blumentopf mit 4 kleinen Birken, Heidekraut, einer Azalee und diversen spontanen Kräutern, also Unkraut. Mal sehen was daraus wird!

Hier die Ernüchterung am 5.3.2021:

Experiment II

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Ben

    Der bergische Dschungel halt 🙂

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