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Pibros brushless

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Heute gibt es zur Abwechslung mal einen praktischen Text! Hobbys können auch dinglich sein. Wenn man mit den Händen etwas herstellt, dann ist das einfach schön! Und wenn das Fluggerät fertiggestellt ist und beinahe pfeilschnell durch die Luft zischt, dann kommt Zufriedenheit auf. Do-it-yourself!

Genug von schwierigen Familientexten, diese ganzen Empfindlichkeiten, die man dauernd beachten muss!

Wir bauen nämlich ein Flugmodell, einen Deltaflieger, nicht zu groß, nicht zu teuer, stabil genug um einen Absturz zu überstehen, dafür mit viel Flugspaß auch für nicht so erfahrene Piloten. Es handelt sich nicht um die schnellere Variante aus Holz, die dafür aber hochempfindlich ist. Beim Bau werden möglichst einfache Materialien benutzt.

Bitte beachtet, dass beim Betrieb von Flugmodellen die aktuellen rechtlichen Grundlagen beachtet werden müssen! Bitte ein Modellfluggelände benutzen! Nicht über Menschen oder Tieren fliegen! Eine Haftpflichtversicherung ist sehr sinnvoll!

Meine Materialliste:

  • 2 Depronplatten 3-4 mm dick, weiß (ein billiges Isomaterial aus dem Baumarkt, heißt auch Selitron)
  • Sprühkleber für Depron (Lösungsmittelhaltiger Kleber löst das Material)
  • Alternative Holzleim (bringt aber Mehrgewicht)
  • Sekundenkleber viskös
  • Kreppband 50 mm
  • Hohlstab aus Karbon 4 mm 1 m
  • Dreieckstab Balsaholz 15 mm 40 cm
  • Brushless-Motor AXI Silver 2212-26 (900 U/V)
  • Propeller 23 mal 18 cm, d. h. 9 X 7 Zoll, Aeronaut CAM
  • Mittelstück dazu passend
  • Federplatte (Propellerblätter nur nach hinten beweglich)
  • Montageplatte für Motor aus Aluminium 1 mm 4,5 mal 3 cm (selbstgebaut, Bohren und Sägen nötig)
  • Brushlessregler 20 A 3 Lipo-Zellen
  • Empfänger mit mindestens 4 Kanälen
  • Sender mit Mixer für Deltasteuerung
  • 2 Microservos ca. 10 g
  • Lipo-Akku 3 Zellen 1500 -2000 mAh 20 C
  • Ruderhörner 2 cm zweimal
  • Federdraht 1 mm, feine Schraubklemmen, Zange
  • Gewindeschrauben mit Muttern 3 mm
  • Kabelbinder zweimal
  • Lineal, Cutter-Messer
  • Holzplatte als Arbeitsfläche
  • Der Bauplan des Pibros aus dem Netz Externer Link, Rechte dort!

Bitte nach dem Original-Bauplan aufbauen. Das stabilisierende Seitenruder muss etwas weiter vorn mittig angebracht oder hinten gekürzt werden.

Zwei Karbon-Hohlstäbe etwa 40 cm lang werden auf der Unterseite rechts und links einer mittig längs aufgeklebten Depronplatte 3 cm mal 35 cm geklebt, um als stabiler Motorträger zu dienen. S. Foto. Zusätzliche Fixation mit Kreppband. Das ist meine bewährte Methode des Motorträgers. Da bricht nichts ab, auch wenn man das Modell spitz in den Boden landet. Die vorderen Enden der Karbonstäbe müssen aus Sicherheitsgründen sehr gut verklebt sein!

Den Motorträger markieren, zwei Schraubenlöcher und eines mittig für die Lagerfassung des Motors bohren bzw. feilen. S. Foto. Die montierten Schrauben in die Hohlstäbe schieben und mit Sekundenkleber fixieren.

Den Motor mit genau passenden kurzen Schrauben befestigen. Etwas Sekundenkleber zum Sichern der Schrauben verwenden!

Der Akku muss vermutlich weiter vorne als im Originalbauplan angegeben auf der Fläche mit Kreppband angebracht werden, damit der Schwerpunkt weit genug nach vorne kommt. Wenn er zu weit hinten ist, sind die Flugeigenschaften instabil. Lieber etwas mehr nach vorne!

Dann die Kabel des Reglers am Motor anlöten, ggf. zwei Kabel wechseln wegen der Laufrichtung, mit Isolierschlauch schützen. Den Empfänger je nach Beschreibung des Senders einstecken, gleiches gilt für die beiden Servos. Das Delta-Programm der Fernsteuerung muss vorher ausgewählt werden. Es empfiehlt sich nun ein globaler Test für die Querruder und die Motorsteuerung. Der Propeller sollte besser erst danach montiert werden wegen des Verletzungsrisikos.

Die Querruder sollten in Neutralstellung 5 mm nach oben gerichtet sein, in beiden Richtung sind 25 mm Ausschlag sinnvoll. Da hilft nur ein Spielen mit der Programmierung der Fernsteuerung.

Der Start des Pibros soll möglichst im Sinne des Abwurfs eines Frisbee erfolgen. Günstigerweise leicht nach oben und gegen den Wind. Der Motor kann auch erst direkt nach dem Abwurf gestartet werden. Am Anfang ist ein Helfer sinnvoll. Bitte immer an das Verletzungsrisiko denken!

Die von mir angegebene Abstimmung der Motorisierung samt Propeller ist eher für lange Flugzeiten als für High-Speed-Flug gedacht. Die Modelle haben ja bei einem Fluggewicht von 600 g eine Flächenbelastung von 19 g/qdm, was zu einem leichten Segelflugmodell passen würde. Also ab in die Thermik damit, das Modell steigt dann sogar ohne Motorantrieb. Da sind bei der geringen Größe aber scharfe Augen nötig. Dann Loopings und Rollen ohne Ende!

Viel Spaß damit!

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