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PhotoRec OpenSource Software für die Datenrettung

Android: Gelöschte Bilder retten

PhotoRec zur Datenrettung

Beim schnellen Rumklicken am Android Smartphone ist es mal eben so passiert. Wie genau, weiß ich auch heute noch nicht. Das letzte Bild sollte es eigentlich nur sein. Aber leider habe ich in der Galerieansicht alle 2000 Bilder und Videos im Ordner Camera gelöscht. Die Unterordner hat es zum Glück nicht erwischt. Aber immerhin 10 GB Daten sind weg.

Erst einmal habe ich nachgelesen. Einen Papierkorb wie ein Desktop-Rechner hat Android erst ab Version 11, selbst dann funktioniert er auch nur innerhalb der App Galerie. Mein S7 hat allerdings noch Android 8. Somit besteht keine Chance zur Datenrettung mit der Systemfunktion. Die vielen entsprechenden Apps im Play-Store sollen nichts taugen. Zumindest nicht bei Sd-Karten. So lauten die jeweiligen Bewertungen.

Nun habe ich schnell die Sd-Karte deaktiviert, das Gerät ausgeschaltet und die SDXC-Karte herausgeholt, in einen Sd-Adapter gesteckt und den in den Slot im Laptop geschoben.

Von einem ähnlichen Einsatz her war mir noch die Windows-Software Recuva vertraut. Beim einfachen Scan erkannte diese rein gar nichts. Erst beim Ankreuzen von Deep Scan tat sich etwas. Leider war nach 3 Stunden kein Fortschritt erkennbar. Es waren keine Zugriffe und keine Prozessorauslastung im Taskmanager sichtbar.

Was tun? Bei Heise Download fand ich die OpenSource Software PhotoRec vom Autor Grenier. Die gibt es für Windows, Mac, Linux und mehr. Per Kommandozeile, an die ich ja seit Linux Mint wieder gewöhnt bin, war es leicht möglich, die entsprechenden Einstellungen zu finden. Das Tool erklärt sich auch von selbst.

Nur noch schnell einen Ordner für die Wiederherstellung anlegen und auswählen, und schon geht es los. Die Zeit bis zur Wiederherstellung von 8000 in der Mehrzahl kleinen Dateien betrug etwa 5 Stunden.

Die größeren davon und die mit einem echten Änderungsdatum waren die Gesuchten. Es handelte sich um mehr als 2000 Jpg- bzw. MP4-Dateien mit einem Datenvolumen von zusammen 10 GB. Diese musste ich noch auf die Sd-Karte übertragen.

Die Sd-Karte konnte ich im Smartphone mühelos wieder aktivieren. Die Galerie zeigt nun wieder alle 2000 Dateien im Ordner Camera in richtiger zeitlicher Anordnung an. Die Exif-Daten sind somit erhalten geblieben. Glück gehabt, dass die Bilder auf der externen Sd-Karte gespeichert waren! Im internen Speicher hätte das nicht gefunzt. Mehrere Stunden Aufwand waren das für mich trotzdem.

Was lerne ich daraus:
1. Das Thema Datensicherung ist für mich bisher ungelöst.
2. PhotoRec funktioniert trotz der spartanischen Oberfläche super.

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