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Von Brambecke auf den Ehrenberg, über Fastenbecke zurück

Wanderung zum Herbstanfang

Es ist ein schwieriges Gelände im Dreieck Langerfeld, Schwelm und Beyenburg. Große Höhenunterschiede prägen das Naherholungsgebiet. Neben Höhenzügen mit Fernsicht gibt es naturbelassene tief eingeschnittene Täler. Teilweise sind sie als Naturschutzgebiete ausgewiesen. Eichenwälder prägen die Vegetation. Somit finden wir idyllische Fluchten vor in der ansonsten dicht besiedelten Region. Die Autobahn A1 ist an manchen Stellen zu hören, zu sehen ist sie nicht.

Vor Tagen schon habe ich die Tour vorgeplant, aber endlich ist stabiles aber windiges Herbstwetter angekündigt. Die Sonne scheint wie toll, der Himmel ist tiefblau. In Nordwesten kann man in der Ferne schon Höhenwolken sehen. Um halb zwölf ist dann Startzeit. Unser Auto steht in Brambecke in Nähe zur Wupperstraße.

Es geht kurz an der Hauptstraße entlang. Nach 50 Metern biegen wir bei Woeste rechts ab und gehen bergauf. Schnell geht es einen Weg nach links, der uns häufig am Waldrand entlang nach Dahlhausen bringt. Auf dem Weg können wir die Folgen des Fichtensterbens sehen. Leider. Dahlhausen selbst liegt absolut idyllisch im Talkessel, wenige Häuser gibt es. Ruhe, der Bach Fastenbecke und Pferde auf den Wiesen bestimmen den Eindruck.

Buchengalle nahe Heusiepen

Nun geht es zum Tal der Wolfesbecke. Wir gehen in einem weiten Bogen nach links und dabei steil bergauf. Der Weg scheint zumeist als Downhill-Strecke von Mountainbikern genutzt zu werden. Geschwitzt erreichen wir Heusiepen mit den Bänken unter einer Eiche. Hier findet der erste Imbiss statt bei schöner Aussicht. Nun folgen wir dem Wanderweg bergauf und biegen bei erster Gelegenheit rechts ab. Der Weg mit Raute bringt uns an einem Aussichtpunkt vorbei auf den eigentlichen Kammweg.

Rispenhortensie
Ausblick über Schwelm

Dieser heißt Bandwirkerweg, wir passieren auch eine ehemalige Fabrik, ich vermute eine Bandwirkerei. Es geht durch Felder, dabei besteht oft gute Sicht. Dann geht es auf „Delle“ rechts ab. Eine schöne Gegend hier! Knapp dahinter biegen wir auf einen Pfad nach links ab, der uns am zugeschlossenen alten jüdischen Friedhof vorbei. Die letzte Beerdigung hier fand 1943 statt. Der Schlüssel ist bei der Stadtverwaltung Schwelm zu haben. Eine Bank lädt zum Verweilen mit Picknick ein. Dabei schauen wir auf eine Wiese. Vor „Delle“ sehen wir drei repräsentative große Eichen.

Jüdischer Friedhof in Delle bei Schwelm

Nun gehen wir in an Wiesen entlang das Talende hinein. Hier rüberqueren wir den Bach Fastenbecke und gehen wieder bergab am Bach entlang. Bald wechseln wir bei einer Straßenquerung auf die rechte Seite. Ab hier ist der Weg noch idyllischer. Schließlich gehen wir nach links kräftig bergan, da es keinen direkten Weg durch das Naturschutzgebiet gibt. Auf der Anhöhe angekommen treffen wir auf den Kammweg und gehen nach rechts. Geradeaus würden wir zum Tal der Brambecke gelangen.

Waldwiese in der Herbstsonne

Dieser Waldweg führt sanft bergab, bis wir auf eine große Wiese treffen. Hier lädt eine Bank zum Verweilen an. Zwei junge Frauen mit Camperausstattung gehen vorbei, schnell wissen sie den Weg. Bald gehen wir nach rechts an der Waldgrenze entlang. Das ist ein schöner, von der Herbstsonne verwöhnter Abschnitt hier. Wir sehen tatsächlich einen kleinen gelben Schmetterling mit schwarzem Fächer und schwarzen Punkten, den kleinen Feuerfalter. Er wehrt sich etwa gegen das obligatorische Foto. Außerdem springen noch jede Menge Heuschrecken herum.

Kleiner Feuerfalter

Am Ende der Wiese gehen wir rechts durch eine niedrige großflächige Himbeerkultur bergab. Der Pfad bringt uns durch einen Abschnitt mit gefällten Fichten auf einen tiefer gelegenen Hangweg. Ihn gehen wir nach links. Am Anfang ist er feucht, mit Matsch und Pfützen. Bald jedoch öffnet er sich oberhalb von Dalhausen nach Westen zu Sonne. Genau diese Stelle hat sich eine Blindschleiche ausgewählt! Schnell Fotos von ihr gemacht! Eigentlich wollte sie gar nicht aus der Sonne!

Eine Blindschleiche sonnt sich!

Durch einen ziemlich verwüsteten Abschnitt – Borkenkäfer und Harvester haben ganze Arbeit geleistet – gelangen an Holzstapeln entlang zurück zum unteren Weg zwischen Woeste und Dahlhausen. Hier gelangen wir schließlich zurück zu unserem Ausgangspunkt in Brambecke.

Es war eine tolle Herbstwanderung in der Natur der Heimatregion. Highlight waren die Aussicht auf dem Ehrenberg und das obere Tal der Fastenbecke mit dem Naturschutzgebiet.

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