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Traumschleifchen bei Damscheid

Wanderung zu Grossmördersnack, Hohenstein und Vogelsnack:

Damscheid – Grossmördersnack – Hohenstein – Vogelsnack

Es war am 19.9.2020, als Remscheid noch nicht Corona-Risikogebiet war. Damscheid ist ein kleiner waldreicher Ort im östlichen Hunsrück, der schon auf der Anhöhe westlich des Rheines in Sichtweite des Loreley-Felsens liegt. Der Start dorthin erfolgte für uns Ruheständler ganz schön früh, sodass wir bereits kurz nach elf Uhr mit der Wanderung starten konnten.

Die Wanderung ist erst seit kurzem als „Traumschleifchen“ aufbereitet und beschildert. Sie ist mit 7 km Länge und etwa 190 Höhenmetern Anstieg nicht sehr anstrengend. Und bietet tatsächlich mehrere Sehenswürdigkeiten in der Natur. Eindrucksvoll ist der Gebirgskamm mit mehreren schroffen Felsen. Offensichtlich handelt es sich um eine uralte geologische Verwerfung. Wikipedia schweigt sich dazu leider aus. Die Wanderung bietet sehr schöne Fernblicke über Niederburg und das Rheintal bis in den Westerwald.

Darüber hinaus auffällig ist die ungewöhnliche Stille. Die A 61 ist noch nicht zu hören, und Wanderer/Mountainbiker gibt es auch nur ganz wenige. Auf dem Vogelsnack gibt es ein Weindepot einer Winzerei aus einem benachbarten Ort, es war leider schon geleert. Nahe beim Startpunkt befindet sich allerdings ein belebter Holzbearbeitungsplatz. Dort fahren auch einige PKW.

Start ist für uns auf dem Wanderparkplatz am Waldrand, also etwas höher als auf Track angezeigt. Wir folgen ihm über einen langen Fahrweg, und entdecken plötzlich rechts über uns die Felsen des „Großmördersnack“. Das ist bestimmt eine kräftige Verballhornung, klingt aber als Wort aufregend. Wir folgen dem Weg weiter nach rechts, und hinter der Kurve weist uns der Track schließlich nach rechts auf einen mehr flachen Abschnitt. Hier ist die Sehenswürdigkeit beschildert. Sie lädt zum Verweilen und Fotografieren ein.

Großmördersnack

Wir gehen wieder zurück zum Hauptweg, der uns entlang des Kammes führt. Immer wieder sehen wir deswegen aufragende Felsen. Ein größerer befindet sich am „Hohenstein“. In der Luft liegt ein fast mediterraner Geruch nach Kiefern und Kräutern. Das Grillenzirpen kann man sich dazu denken. Sehr schön!

Es geht nun bergab in Richtung „Vogelsnack“. Diese Sehenswürdigkeit sollte man nicht auslassen. Der Weg ist zuletzt felsig, über eine Treppe gelangt man zum Gipfel. Ein Metallkreuz vor Augen kann man bequem auf einer Bank Platz nehmen. Jetzt noch ein kleiner Schluck Wein aus dem Depot – leider schon leer, schade.

Und nun die Augen gerichtet über ein bewaldetes Tal, gegenüber ein weiterer Fels des Kammes, dann ausgedehnte Felder, der Ort Niederburg, der Einschnitt des Rheintales, oh, der Loreley-Fels, in der Ferne die Weite des Westerwaldes schon mit Herbstbräune. Ganz rechts ist auch Damscheid zu sehen mit der Kirche und dem Wehrturm von ca. 1140.

Der Ort lädt zum Verweilen ein. Eintrag ins Gipfelbuch, Kommentar zur Schönheit der Natur. Ist aber auch wirklich wahr! Leider müssen wir ihn schon verlassen, da wir zu Kaffee und Kuchen eingeladen sind. Es geht ein Stück Weg zurück. Der weitere Weg zum Parkplatz ist leicht zu finden. Der Ausblick dabei ist genial. Dieses „Traumschleifchen“ verdient 4,5 von 5 Punkten, insbesondere der „Vogelsnack“.

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