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Tanzboden auf der Terrasse

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Da hat man sie, eine ebene Terrasse der Größe 5,5 mal 7 Meter. Belegt mit großen aufgerautem hellen Betonplatten der Firma Metten, nett verlegt, nur geringe Stufenbildungen auch nach 27 Jahren. Inzwischen ist sie zum Garten hin schön überwachsen von Kissenzypressen und einem großen Fächerahorn, die einen Sichtschutz gewähren. Dazu Sitzmöbel und Tisch in weiß von der Firma Kettler. Was kann man mit dieser schönen Fläche anfangen, außer dort zum Kaffee oder zum Abendessen zu sitzen? Und darüber befindet sich sogar noch eine weit ausfahrbare Markise! Man könnte noch einen elektrischen Heizstrahler besorgen. Dann wäre sie beinahe perfekt. Wenn da nicht ein kleines „Aber“ wäre!

Denn: Die Terrasse ist so zum Tanzen nicht geeignet. Man müsste dafür Schuhe mit Sohlen aus abriebfestem Hartplastik haben. Hammer nich, krieg’n wir auch nich. Schade.

Von unseren Freunden wussten wir von der Möglichkeit, die Fläche mit einem PVC-Boden zu belegen. Das ist zwar ein Offlabel-Use. Aber bei ihnen hat es prima funktioniert. Zumindest bis ins zweite Jahr. Nach längerer gedanklicher Vorphase war es so weit. Wir ab zu Bauhaus Widukindstraße. Im dritten Versuch war der Entschluss gefasst. Zum Glück entschieden wir uns für einen grauen Boden mit Steinoptik. Er hat eine mittlere Qualität, erhöhte Abriebfestigkeit, einen Schaumrücken und eine Dicke von knapp 3 mm. Er passt farblich hervorragend zu den Fliesen von Metten.

Die Lieferung in unser Wohngebiet mit schmalen Straßen war mit einem 12-Tonner LKW kein Problem, der Fahrer war pünktlich. Wir beide konnten die Rolle mit gut 30 Kg Gewicht gut auf die Terrasse bringen. Später haben wir sie abgerollt, und siehe da, der Boden lag sofort perfekt. 4,0 mal 5,80 m. Das hätten wir nicht gedacht. Keine Falten, keine hochstehenden Ränder, optisch sehr gut, angenehmes Fußgefühl mit und ohne Schuhen. Die leichten Fugen sind fast nicht zu spüren, auch nicht bei Ochos.

Unsere Freunde waren schon da, zum Testen und Klönen, es war ein sehr schöner Abend. Wir haben viel Tango und auch Rumba sowie Salsa getanzt. Dazu gab es anfangs Kaffee und Kuchen, später ungarischen Sekt zu „Schnittchen“. Ein gelungener Abend, und das Wetter hat mitgespielt. Penaten-Babypuder sorgte für die nötige Glätte, getanzt haben wir mit Masken – no Problem.

Endlich konnte ich meine große Musiksammlung einbringen. Ich verwende hierfür ein älteres Lenovo-Tablet 10 Zoll. Als Software benutze ich die App PowerAmp. Nach längerer Beschäftigung habe ich mich schließlich damit angefreundet. Diese App unterstützt eine einfache Generierung von Playlists, sie hat eine Equalizer-Sektion. Auch die Geschwindigkeit kann global angepasst werden. Und das mit einfacher Touch-Bedienung. Zur Wiedergabe habe ich für den PC gedachte Logitech-Boxen benutzt. Die Lautstärke war ausreichend, und die Klangqualität dabei gut.

Solange Coronavirus die Tanzaktivitäten indoor stört, scheint das eine risikoarme Option zu sein. Noch dazu draußen und in schöner Umgebung. Für das Training zuhause stellt es eine gute Möglichkeit dar. Standardtänze sind so nur begrenzt möglich, denn 5,8 Meter reichen nicht mal für die sogenannte kurze Seite.

Man könnte sich so auch mal mit Freunden privat zum Tanzen treffen, ohne den formalen Corona-Schriftkram. Die Fläche ist ausreichend für 3 Paare. Getanzt wird mit Masken, da die Sicherheitsabstände nicht unbedingt gewahrt sind. Das versteht sich von selbst.

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