Du betrachtest gerade Lebensphase Unruhestand
Architektur demonstriert die Macht der Institutionen

Lebensphase Unruhestand

Die letzten zwei Wochen waren schon hart, und dies bei tollem Frühlingswetter. Das mit unserer Lebensphase Unruhestand scheint zu stimmen. Zunächst war eine tanzreiche Woche zu absolvieren. Wie haben uns ja vorgenommen, reglmäßig einen Termin Tanztee in der Tanzschule in Schwelm wahrzunehmen. Dort ist es nämlich möglich, im Turnierstil zu tanzen, weil einfach viel mehr Platz vorhanden ist.

Und schon waren die Erinnerungen an alte Zeiten wieder da, an den Frust im Verein, die Bevormundung, die Respektlosigkeit. Auch stellte sich die Erinnerung an das eigene Alter wieder ein. Mit fast 75 Jahren sind wir einfach zu alt für den Turniersport. Wir können froh sein, dass wir überhaupt noch so fit sind, um auf verschiedenen „Hochzeiten“ gleichzeitig tanzen zu können! Gemeint sind auch völlig verschiedene Tanzstile.

Pflege der Bienenvölker
Pflege der Bienenvölker

Dann gab es einen Familienbesuch in Hessen, der sehr schön war und mit der Teilnahme an einer Beerdigung verknüpft war. In deren Folge hatten wir reichlich Kontakt zur Familie, „gelebte“ Familienforschung sozusagen. Ach ja, damit habe ich eine kleine Pause eingelegt, denn die anderen Mitglieder der Großfamilien sollen auch eine Chance haben. Ich habe die Anforderungen von webtrees wohl unterschätzt. Nicht jede(r) ist halt ein Computer-Enthusiast. Nebenbei: MyHeritage liefert mit seinen Matches nun nach 3 Monaten nur noch Spam. Hilfreiche neue Daten sind nicht dabei.

Nebenbei waren wir in Wetzlar und Herborn auf einer kleinen Fotosafari. Die Fachwerkhäuser sind sehr fotogen, wobei die in Wetzlar aufwändiger saniert sind. Das gesamte Altstadt-Ensemble in Herborn ist jedoch deutlich größer und homogener. Warum ist das so? Wie sieht es mit der Geschichte dieser einst so bedeutenden Stadt an der Dill aus? Die nächste Fotosafari hierher ist für Ende März 2026 bereits eingeplant.

Sonografiekurs
Sonografiekurs

In der letzten Woche war ich erneut als Tutor bei der Sonografie-Fortbildung tätig, wobei diese in der Akademie der AEKNO in Düsseldorf stattfand. Eigentlich hatte ich mir 2005 nach meiner letzten Gastroenterologie-Prüfung geschworen, diesen unliebsamen Ort nie wieder zu betreten. Und somit kamen viele negative Erinnerungen aus dieser für mich turbulenten und schwierigen Lebensphase erneut hoch.

Glas-Aluminium-Beton-Architektur im Haus der Ärzteschaft in Düsseldorf
Architektur demonstriert die Macht der Institutionen

Ich habe deswegen zur Erinnerung an diese Zeit Fotos im Foyer des Hauses der Ärzteschaft aufgenommen. Auf den ersten Blick handelt es sich um eine lichtdurchflutete Glas-Aluminium-Beton-Architektur, die sich beim Nachdenken als eine visuelle Demonstration der großen Machtfülle der Institutionen erweist. Und: Wer diesen Prunk wohl bezahlt hat? Die Fortbildung selbst war OK, denn die Referenten kenne ich schon lange, die Teilnehmer waren durchweg zugewandt und freundlich. Die nächste Veranstaltung ist bereits für den Herbst angesetzt, ich bin wieder eingeladen.

Die Biene interessiert sich für die Krokusse.

Nach Veranstaltungsende habe ich kurz mein Heim in Remscheid aufgesucht, denn die Post will gecheckt, die Blumen gegossen, die Heizung überprüft werden. Alles ist hier in Ordnung, der Nachbarsjunge klingelt, weil er den Ball über die Hecke in meinen Garten gekickt hat. „Geh‘ und hol in ruhig, viel Spaß beim Kicken, so ein tolles Wetter!“ Schnell mache ich noch ein Foto von den kräftig violetten Krokussen im Garten. Die hellvioletten sind schon verblüht.

Fast vergessen, dass die Kleinen mit ihrem Vater gestern und heute in Wuppertal zu Besuch waren und hier übernachteten. Sie sind manchmal nett und freundlich, die Kleinen, aber oft auch echte Nervensägen. Wir sind einfach – was Kinder anbetrifft – völlig aus der Übung. Deshalb äußere ich mich normalerweise nicht dazu, auch nicht zum Thema Schule.

Danach fahre ich wieder nach Wuppertal. Der Autoverkehr hat zum Glück nachgelassen. Um 19 Uhr steigen wir in den Bus 603, der uns zum Karlsplatz bringt. Im Bus sind viele Mütter mit Kindern unterwegs. Anscheinend sind alle erkältet, so ein Schniefen und Husten! Egal, ich wollte ja mit dem Bus fahren.

Anschließend gehen wir zur Practica bei Christiane und Christian ins Café Ada. Hier trainieren wir die letzte Giro-Figur nach. Ich tue mir noch etwas schwer mit der Drehung im Stile von Spot-Turn, also über beide Füße mit erst nachfolgender Achsendrehung auf links. Später beginnt allmählich die eigentliche Milonga. Wir tanzen mehrere Tandas mit Tango, Vals und auch Milonga. Zufrieden und müde steigen wir um halb elf ins Taxi, und sind anschließend immer noch aufgekratzt.

Tango Duo im Nachbarschaftsheim
Tango Duo Julia Jech und Fabian Carbone

Heute folgt eine Milonga im Nachbarschaftsheim mit Live-Musik, zusammen mit drei befreundeten Paaren und weiteren Bekannten. Das wird bestimmt wieder interessant und schön. Wir befinden uns halt in der Lebensphase Unruhestand, damit gehört alles bei uns so, wie es ist. Nur nicht zu viele Gedanken machen über die eigene Gesundheit und die Kriege in der Ukraine und in Nahost!

Der Liter Diesel kostet gerade 2,10 Euro. Katharina Reiche setzt auf Erdgas und Öl statt auf erneuerbare Energien, diese Lobbyistin der Fossilmafia! Heute ist Landtagswahl in BW. Ob Cem Özdemir Ministerpräsident wird? Logisch wäre das schon. Ein dunkelgrüner Ministerpräsident in BW mit anatolischen Wurzeln! Verrückt und irgendwie tröstlich!

Schreibe einen Kommentar

* Bitte verwenden Sie ein signifikantes Pseudonym, nicht Ihren Klarnamen. Ihre IP-Adresse wird beim Absenden anonymisiert. Ihre Email-Adresse ist nicht erforderlich.