Wir haben schon manches von dieser Wanderung zu einem lokalen Highlight im Umland von Bad Bertrich gehört. Zumeist wird es im Zusammenhang mit der Georoute erwandert. Wir entschließen uns aber zu einer Zielwanderung genau zu diesem Ort: Wandern von Bad Bertrich aus zum Klidinger Wasserfall. Von einer eilig abgelaufenen Tour zu allen lokalen Besonderheiten halten wir nicht viel. Eher verweilen wir an den einzelnen Orten etwas, um die Besonderheiten zu entdecken. Am Tag der Tour ist es nachmittags bis 28 °C warm, es herrscht strahlender Sonnenschein. Die Strecke ist etwa 9,5 km lang, sie weist 360 m Höhenunterschied auf, wobei der letzte Anstieg vom Erdenbach zum Wasserfall alpinen Charakter haben soll. Wir sind gespannt.
Wir starten am Hotel an der Kurfürstenstraße und gehen nach Westen, an der Viktoriastraße biegen nach rechts, anschließend auf der Bäderstraße nach links. Nun folgen wir der Bäderstraße ein Stück nach links. Über Treppen geht es bald bergauf zur Kirchstraße. Zwischen St. Peter und dem imposanten Pfarrhaus führt der Weg links im Boden bergauf. Danach führt uns der Pfad in einem weiten Bogen nach rechts sanft bergauf bis zur Kammhöhe bzw. dem Hohenzollernturm, einem Aussichtspunkt. Wer möchte, kann geradeaus einen Abstecher bis zum Bismarckturm machen. Wir gehen aber weiter und wieder bergab.
Bald geht es scharf nach links und dann nach Norden parallel zum Erdenbach. Von der gegenüberliegenden Talseite schallt lautes Motorengeräusch, da die Straßen der Eifel bekanntermaßen bei Motorradfahrern beliebt sind. Leider, würde ich sagen. Es geht jetzt immer am Hang entlang. Dabei entdecken wir eine natürliche Hangquelle mit Brunnenkresse, aber auch ein Seitental mit toller Vegetation, nach Westen gerichtet.
Schließlich erreichen wir einen Rastplatz, der direkt am Abzweig zum Klidinger Wasserfall gelegen ist. Warnschilder weisen auf den jetzt folgenden Steilanstieg hin, der über Felsen und Wurzeln führt, jedoch fast überall mit einem Halteseil versehen ist. Auf geht es, diese 80 Höhenmeter schaffen wir auch noch. Gesagt, getan. Belohnt werden wir durch einen idyllischen Ort unterhalb des 28 m hohen Wasserfalles, überall rauscht das Wasser, es ist total grün und schattig. Ein fast mystischer Ort. Bald machen wir uns wieder auf den Rückweg.
Anschließend ist Picknickzeit. Danach folgen wir dem langen Weg zurück. Noch vor der Kammhöhe nahe des Hohenzollernturmes geht es diesmal scharf nach links auf einen schmalen Wanderweg am Hang. Dieser bringt uns in einer großen Rechtskurve unterhalb des Bismarckturmes zurück in Richtung Römerkessel. Über einen Kammweg geht es schließlich bergab am Felsen Kuckuckslay vorbei und mäanderförmig bergab bis zum Schwanenweiher. Hier kehren wir in einer Gaststätte ein. Wie köstlich doch kaltes Wasser ist!
Es war eine längere und ruhige Wanderung, dabei für uns Oldies gut zu bewältigen, trotz der Länge, des Höhenunterschiedes und der Lufttemperatur. Weitere Wanderer haben wir trotz des idealen Wetters nur wenige getroffen. Es handelt sich somit um eine wirklich empfehlenswerte Tour, aber mit Fitnessanspruch.









