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Wandern über Ruflay, Sedimentwand, Falkenlay, Steinzeithöhlen, Maischquelle, Bad Bertrich und Cafe

Wandern auf der Geo-Route bei Bad Bertrich

Beim Wandern auf der Geo-Route bei Bad Bertrich begegnen wir vielen Sehenswürdigkeiten und gewinnen schöne Ausblicke. Außerdem lernen wir die geologische Geschichte der Region kennen. Wandern auf Vulkanen ist das hier, wenn auch die Aktivitäten der Vulkane mehr als 10.000 Jahre zurückliegen. Erdgeschichtlich ist das allerdings nur ein Wimpernschlag, finde ich. Der Weg führt uns von der Touristeninformation über den Aussichtspunkt Ruflay, die Sedimentwand, den Vulkan Falkenlay, bemerkenswerte Steinzeithöhlen, die idyllische Maischquelle an den „Dachslöchern“ vorbei zurück nach Bad Bertrich, wo wir im Café nahe beim Schwanenteich einkehren. Gut 300 Höhenmeter sind dabei zu bewältigen, die Strecke beträgt etwa 8,2 km. Der erste Anstieg bis Ruflay ist recht steil, dabei aber gut zu gehen.

Wir starten am Hotel nahe beim Römerkessel und gehen über die Kurfürstenstraße bis zum Bäcker unterhalb der Therme. Hier lässt sich der benötigte Proviant fassen. Von dort geht es an der Touristeninformation vorbei und direkt dahinter nach rechts und nochmals rechts immer bergauf. Am ersten Abzweig gehen wir links und bergauf. Wir passieren die Aussichtspunkte „Kränzchen“ und „Viktoriahöhe“, und schließlich erreichen wir mäandernd „Ruflay“. Immer gilt es, einen schönen Blick über Bad Bertrich zu erhalten.

Talkessel Bad Bertrich von Ruflay aus
Talkessel Bad Bertrich von Ruflay aus

Der Track (Es ist empfehlenswert, eine Wander-App zu benutzen!) führt uns bergauf zu den Feldern unterhalb von Kennfus. Zwei Kapellen lassen sich hier besuchen, doch noch beeindruckender finden wir den Fernblick über die Felder, sogar bis zur Mosel.

Wir biegen bald nach links ab, gehen durch Felder, dann in einem Bogen durch den Wald. Kurz erhaschen wir einen Blick auf die Felsen unterhalb von Falkenlay. Der Weg führt uns zur interessanten Sedimentwand, ein direkter Blick auf die Erdgeschichte. Hier bietet sich die Gelegenheit zur Rast.

Sedimentwand Lavakaul bei Kennfuß
Sedimentwand Lavakaul bei Kennfus

Nun geht es weiter auf eine Anhöhe mit Blick nach Kennfus. Hinter dem Wasserspeicher gehen wir nach links und dann über eine Wiese bergauf Richtung Falkenlay. Dort finden wir neben einer Schutzhütte, einer Sitzbank, einem Falken aus Holz eine wunderbare Aussicht über das Hardt-Maar und die lokale Vulkaneifel. Bemerkenswert ist die gut gemachte Infotafel „Vulkane bei Bad Bertrich“.

Hardt-Maar unterhalb von Falkenlay
Hardt-Maar unterhalb von Falkenlay
Geo-Tafel: Vulkane bei Bad Bertrich
Geo-Tafel: Vulkane bei Bad Bertrich

Wir verlassen diesen schönen und lehrreichen Ort, gehen etwas zurück und dann auf rutschigem Weg bergab, bis wir Lippis Weg erreichen. Hier geht es rechts bis zu den hoch aufragenden Felsen. Über eine Treppe erreichen wir die Höhle, in der man einen fiktiven Lippi platziert hat. Es handelt sich um eine Erinnerung an eine Geschichte von Clara Viebig, der lokalen Schriftstellerin. Nach ein paar Fotos gehen wir zurück.

Steinzeithöhlen unterhalb Falkenlay, mit Lipp
Steinzeithöhlen unterhalb von Falkenlay, mit Lippi

Bald erreichen wir den teilweise idyllischen Picknick- und Grillplatz Maischquelle, der außer der Quelle mit Brunnenkresse einige interessante Aspekte zu bieten. Die Feuerwehr Kennfus hat sich hier wirklich Mühe gegeben. Unter anderem gibt nichtalkoholische Getränke, gekühlt von eiskaltem Quellwasser. Bezahlt werden die durch Geldspende auf Vertrauensbasis. Wir haben uns zwei Flaschen Bluna gegönnt. Eine gute Idee finde ich das anschlusslose Wandtelefon in der Schutzhütte, vorgesehen für Selbstgepräche. Sehr gut! Sogar einen Spielplatz gibt es für die Kleinen. Und zwei DIXI-Häuschen stehen ein Stück weit weg.

Maischquelle bei Kennfuß
Maischquelle bei Kennfus
Maischbrunnen Video

Der Rückweg führt uns über einen langen Hangweg mit wenig Gefälle bergab. An zwei Stellen können wir die „Dachslöcher“ bewundern, wobei es sich um große Felsen auf der Bergseite handelt, aufgeworfen von ehemaligen seitlichen Vulkanschloten. Im unteren Abschnitt des Pfades schon oberhalb der Kurfürstenstraße sind neue Sicherungsnetze gegen Steinschlag vorhanden. Sie weisen auf den letzten Erdrutsch etwa 2022 hin, als dieser eine Tankstelle und ein Wohnhaus zerstörte. Bereits vor mehr als 100 Jahren war ja das ehemalige Kurhaus durch einen großen Hangrutsch zerstört worden. Die Region ist schließlich erdgeschichtlich noch recht jung.

Nun gehen wir über die Flaniermeile zurück und kehren in einem Café am Schwanenteich ein. Es war eine interessante Tour, Wandern auf der Geo-Route bei Bad Bertrich. Sie hat uns viele Aspekte der lokalen Geologie und der Vulkaneifel sowie ihrer Geschichte geboten, und dabei schöne Natur gezeigt und uns körperlich gefordert.

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