Das private Umweltkonzept
Umwelt und Zukunft

Das private Umweltkonzept

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Umweltkonzept ist Zukunftskonzept

Durch Corona haben wir Zeit, uns über Dinge Gedanken zu machen, die mit unseren Lebensgewohnheiten zu tun haben.

Wäre es nicht mal an der Zeit, den alten bösen Diesel abzuschaffen und sich ein Elektroauto zuzulegen? Wenn ich allerdings an die geringe Fahrleistung denke, sehe ich eine enorme Geldverschwendung dabei. Ich fahre seit Jahren Diesel-PKW, weil mich deren niedriger Verbrauch überzeugte. 6 Ltr. pro 100 Kilometer im Mittel bei einem großen PKW sind ein Argument, finde ich.

Die Sache mit dem NOx kam erst später dazu. Es war ja auch nicht gleich klar, dass sämtliche Herstellerangaben dazu gefakt sind. Bei der Feinstaub-Diskussion kommen nun die Reifen und die Bremsen der Fahrzeuge ins Visier. Zumindest in dieser Hinsicht scheint aus dem Auspuff relativ gesehen Reinluft zu kommen.

War es nicht das Konzept des Individualverkehrs, das von Umweltverbänden insgesamt infrage gestellt wurde? Jetzt soll es ein überteuertes privates Elektroauto richten? Etwa ein fetter Elektro-SUV? Noch dazu am eigenen Bedarf vorbeigeplant! Nein. Meinen wie neu aussehenden Diesel zu verschrotten halte ich für definitiv nicht nachhaltig. Beim nächsten Auto ein kleines Elektroauto zu kaufen, scheint mir die realistischere Option zu sein. Und weniger zu fahren ist sicher sinnvoll, was wir ja auch schon realisieren.

Zeitgleich kamen Gedanken zur Errichtung einer Solaranlage auf, sei es in Form von Photovoltaik oder Photothermie. Ein Haus dafür hätte ich ja bekanntermaßen. Also habe ich bei der Hotline der Verbraucherzentrale angerufen. Ein freundlicher Fachberater hat sich schon gemeldet. Er wird eine Art Gutachten über mein Anwesen erstellen. Mal sehen, welche konkreten Möglichkeiten sich ergeben werden. Ich schreibe erneut darüber, wenn er seine Stellungnahme abgeliefert hat.

Im Gespräch mit G. kamen wir neulich auf das Prinzip Wärmepumpe zu sprechen. Aber auch hier gibt es viele Aspekte, die bedacht werden wollen. Mein Haus hat zwar eine Heizungsanlage mit einem Erdgas-Brennwertkessel und leider einem Mischer, um sowohl eine Fußbodenheizung als auch normale Heizkörper betreiben zu können. Hierdurch wird die Vorlauftemperatur für den optimalen Betrieb einer Wärmepumpe zu hoch sein. Ob die normalen Heizkörper bei verminderter Vorlauftemperatur ausreichend sind? Es könnte sein!

Eine Photovoltaik-Anlage müsste in einem hohen Anteil für den eigenen Bedarf genutzt werden, um wirtschaftlich zu sein. Und eigentlich benötigt sie dafür einen Energiespeicher. G. machte heute darauf aufmerksam, dass einige japanische PKW z. B. von Mitsubishi oder Nissan dafür geeignet seien. Sie besitzen dafür eine bidirektional ladefähige Batterie. Einen CHAdeMO-Anschluss haben die bereits. Sie sind ab Werk geeignet für V2H oder gar V2G, also vehicle to home bzw. vehicle to grid. Die Hersteller lassen sich das allerdings teuer bezahlen.

Auch alle weiteren zentralen Komponenten der Haus-Elektroanlage müssen die entsprechende Technologie unterstützen. Coole Idee, die Batterie des ohnehin meist nur herumstehende Autos als Energiespeicher für das ganze Haus zu nutzen! So etwas wäre natürlich innovativ, aber über die Höhe der wirklichen Gesamtkosten kann man nur spekulieren.


Kommen wir doch erst noch mal zu einfachen praktischen Dingen, die sofort und ohne investive Kosten die Umweltbelastung senken. Denn darum geht es ja zunächst. Ich finde, obige moderne Umwelttechniken sollten sich zumindest bei der Sicht über die Jahre rechnen.

– Nicht bewohnte Räume bis 15 °C beheizen.
– Türen im Haus schließen.
– Möglichst nur LED-Leuchten verwenden.*
– Alte Kühltruhe stilllegen.
– Kühlschrank mit Tiefkühlfach ist OK.
– Wasch- und Spülmaschine nur voll benutzen.
– Waschtemperatur senken.*
– Waschmittelmenge vermindern.*
– Defekte Fensterdichtungen wechseln.*
– Rollläden nachts runterfahren.
– Heimliche Stromverbraucher eliminieren.
– Heizungseinstellungen optimieren.*
– Weniger Fleisch essen.
– Kein unverdorbenes Essen wegwerfen.
– Überhaupt bewusster Essen einkaufen.
– An Müllvermeidung denken.*
– Buy nothing als Prinzip.
– Autofahrten begrenzen.
– Im Garten kein Gift verwenden.
– Die Vögel im Garten füttern.

* Verbesserungspotenzial vorhanden


Fangen wir doch im Kleinen an, um später vielleicht zu größeren Dingen zu gelangen. Uns selbst, unseren Kindern, unseren Mitmenschen und der Umwelt zuliebe.

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