Es ist der letzte wirklich heiße Spätsommertag am 20.9.2025 in Lippstadt, und wir haben eine gemütliche Wandertour auf dem Programm. Wir wollen nämlich durch die Lippeauen wandern, doch hoffentlich bleibt die Wanderung entspannt bei den angekündigten 33° C. Wir kennen in der Nähe bereits die Umgebung von Bad Westernkotten, auch von Berge bei Anröchte, mit dem Trockental Pöppelsche. In Lippstadt kennen wir außer der Innenstadt bisher nur einen Teil der östlichen Lippeauen.


Wir starten am Bahnhof, gehen über die Lange Straße zunächst bis zum Marktplatz, dann an der eindrucksvollen alten Gaststätte Goldener Hahn vorbei über die Straße Lippertor letztlich über vier Arme der Lippe. Schließlich biegen wir nach links auf am Nordbahnhof ab. Wir folgen der Straße, in der nächsten Rechtskurve biegen wir nach links ab, gehen über die Brücke der Nördlichen Umflut, um direkt dahinter rechts auf die Möllerstraße abzubiegen. Highlight hier in der Nähe: die Villa Linhoff an der Ostendorfallee 5.


An der nächsten Brücke queren wir die Nördliche Umflut nach Norden, biegen direkt dahinter auf einen Fußweg zum späteren Jahnweg ab. Hier biegen wir hinter den letzten Häusern nach rechts ab. Linker Hand liegt hinter dem Deich schon ein Feuchtgebiet. Die Jahnhalle lassen wir später rechts liegen und unterqueren die Udener Straße. Es geht nach rechts um das Schützengelände herum und baldmöglichst links, dann nochmal scharf nach links auf Zum Toten Arm.


Dem gut ausgebauten Weg folgen wir entlang des Feuchtgebietes. Vor der Grundschule Am Weinberg befindet sich eine naturbelassene Wiese mit Disteln. Wir gehen nach einer kurzen Rast weiter. Bald erreichen wir den Weg um den Mäander des Toten Arms. Hier können wir verschiedene Naturfotografien machen. Eine Schildkröte sonnt sich auf einer Insel im Sumpf. Es geht nun links in Richtung Lippe.


An der Lippe biegen wir links ab auf Lusebredde, obwohl sich nach rechts die Erweiterung der Wandertour angeboten hätte. Neben Auenlandschaften mit Bäumen und Senken hat man jetzt an verschiedenen Stellen tolle Ausblicke auf die mäandernde Lippe und ihre Äste, und dazu ein genial blauer Himmel mit hellweißen Wolken und 33° Lufttemperatur. Wir folgen dem Weg zurück in Richtung Lippstadt.



Auf der Bückeburgerstraße gehen wir über zwei Brücken, doch leider ist die Friedrichstraße wegen Bauarbeiten nicht begehbar. Die rnhistorische Wohnanlage Lagerplatz lassen wir links liegen und gehen stattdessen über die Burgstraße zurück. In der Kurve blickt man in die Hochwasserschutz- bzw. Wildwasseranlage. Es rauscht hier ordentlich. Hinter der Ruine der Kleinen Marienkirche bzw. dem Stift geht es rechts wieder links in die Stiftstraße. Am Marktplatz kehren wir bei Nonna di mia ein, denn wir wollen uns für den Gang zum Bahnhof und die Heimfahrt stärken. Nicht vergessen, der alten Marienkirche einen Besuch abzustatten, eine Kerze anzünden, denn man weiß ja nie…
Es war ein aussichtsreicher Spaziergang, wandern durch die Lippeauen an einem heißen spätsommerlichen Tag. Am Toten Arm hätte man die Wandertour ansonsten mühelos erweitern können. Etwas schade blieb nur, dass die Friedrichstraße entlang der Lippe nicht zugänglich war. Denn soviel Wasser in den mehr als vier Lippearmen mitten in der Stadt, das ist schon etwas Besonderes!


