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Sommerloch per LeChat Mistral AI

Bericht aus dem Sommerloch 26

Geburtstag

Ihr wichtiger Geburtstag ist geschafft, mit allen Vor- und Nacharbeiten auch im eigenen Garten, und alle eingeladenen Gäste sind gekommen. Das Wetter spielte auch mit, es war bewölkt, nur 21° warm. Markise und Sonnenschirme hatten Pause. Durch lange Vorplanung wurde nichts dem Zufall überlassen, alles fügte sich prima ineinander. Also, insgesamt eine sehr gut gelungene Festlichkeit. Wir sind total zufrieden.

75 Jahre alt zu werden, ist schon ein bedeutsamer Zwischenstopp. Mir steht der auch bald bevor. Er erinnert daran, dass wir alle älter werden. Man kann da nicht viel machen. Da es uns gut geht, ist das schon etwas Besonderes. Deswegen schreibe ich einen kleinen Bericht aus dem Sommerloch 26.

Tagespolitik

Natürlich bietet sich die Politik wie immer für einen Statusbericht an. Ich könnte mit an dem amerikanischen Irrsinn um Trump und MAGA und deren Neokolonialismus abarbeiten, tue es aber heute nicht. Auch auf Jammern über die Nazi-Partei AfD verzichte ich mal. Selbst meine Kritik an Jens Spahn, dem Egomanen, bleibt heute milde. Sich irgendwie für ein Kind zu entscheiden hat ja auch etwas für sich, fast rührend. Die Umstände, na ja. Wer schon alles hat, warum nicht noch ein Kind…

Chaos in Deutschland?

Friedrich Blackrock Merz tut einem bei der allumfassenden Medienkritik beinahe schon leid. Kein Wunder, dass der Sauerländer immer derart sauertöpfisch guckt. Wenn er so weiter macht, wird er seinem Vorgänger, dem Olaf, immer ähnlicher. Sollen doch die allwissenden Schreiberlinge es selbst mal besser machen! Selbst der ÖRR macht bei der Verbreitung des Narratives „Chaos in Deutschland“ mit! Putins Schergen reiben sich die Hände, die Rechtspopulisten hier auch.

Tanzen, dann Kunstpalast

Doch zurück zum eigenen Umfeld. Letzten Sonntag und am Mittwoch waren wir zum Tanzen, wir Oldies. In der Tanzschule zum ChaChaCha-Techniktraining zusammen mit vielen Jüngeren. Ich meine, wir kriegen das immer noch ganz gut hin. Dann am Dienstag zusammen mit den Schwiegereltern der Besuch der Scharf-Collection im Kunstpalast am Ehrenhof in Düsseldorf. Fahrt mit dem neuen Elektro RE47. Habe leider das Foto mit dem ERGO-Schriftzug schräg hinter und über dem Kunstpalast nicht aufgenommen. Kunst hat immer was mit Geld zu tun, das ist eigentlich klar. Man fühlt sich dann selbst bedeutsam – das passt.

Gründerzeitviertel in Remscheid

Am Mittwoch waren wieder zum Tango im Gemeindehaus in Remscheid. Anschließend gab es nach dem Geburtstagswalzer Geburtstagssekt. Danach eine nette Gesprächsrunde – wirklich. Am Donnerstag sind wir mit den Öffis nach Remscheid, haben dort das Gründerzeitquartier und den Stadtpark besichtigt. Highlight war ohne Zweifel das Hutgeschäft Bollmann auf der Hindenburgstraße. Einfach nur sehenswert. Zum Abschluss Shopping bei Böker auf der Alleestraße, natürlich inspiriert durch den generellen 20%-Rabatt. Ich habe so fünf Poloshirts erworben. Am Ebertplatz sehen wir, dass die ehemalige Tanzschule Liedtke zum Verkauf steht. Ach ja, seufz, die Erinnerung! Die Buslinie 654 bringt uns fast bis nach Hause zurück.

Workout im Garten

Gestern, als es nicht viel mehr als 21° warm war, habe ich meine Hecken im Garten geschnitten. Recht verrückt, denn es war total trocken, windig und somit staubig. Doch das musste sein, ich wollte das mit dem Garten ja als Beschäftigung für mich in meinem Ruhestand. Denn Bewegung ist nötig, ich kann ja nicht nur Schreiben, Lesen oder Tanzen. Ich gebe zu, dass ich erstmals mit dem Gedanken gespielt habe, einen Gärtner für das Grobe zu holen, denn es fällt ja viel an Biomaterial an, was auf dem Grundstück untergebracht oder abgefahren werden will. Heute habe ich keinerlei Schulterschmerzen, trotz der anstrengenden Tätigkeit mit der elektrischen Heckenschere. So soll es sein!

Mit eigenen Augen

Mit der Gesundheit ist nach den Arztbesuchen beim Urologen, dem Hausarzt und der Kardiologin nun der Stress genommen. Es folgen noch der Augenarzt, der mir eine beginnende senile Makuladegeneration andrehen will, bei einer Sehstärke von 120 %. Ob das, was er sieht, nicht Spätfolge eines in der Radiologie erworbenen Strahlenschadens ist? Immerhin wurde ich vor fast 20 Jahren an einer Katarakt operiert. Ich hatte mir damals überlegt, das bereits als Verdachtsfall der BG zu melden, allerdings aus Opportunitätsgründen darauf verzichtet. Eine Meldung beim Betriebsarzt hatte ich damals bereits schriftlich vorbereitet, jetzt werde ich sie wohl aktivieren.

Gesundheit

Beim Hautarzt erwarte ich nichts Besonderes, beim Zahnarzt auch nicht. 2025 hat er mir einen Backenzahn implantiert, was trotz der anstrengenden Prozedur bis heute keine weiteren Probleme verursacht hat. Der Urologe fand in seinem Fachgebiet alles nicht so wild, wo ich doch vor 15 Jahren schon eine Prostatastanze erhalten sollte, habe danach keinen Urologen mehr gesehen. Ich habe diese Tage mal ein fast historisches Buch von Volkmar Sigusch, dem Sexualforscher gelesen. Es kann ja nicht schaden, sich darüber Gedanken zu machen, auch mit 74 Jahren.

Tanz-Unterricht

Morgen gehen wir wieder zum Tanzen zu Tepel nach Schwelm, diesmal ist Quickstep-Technik dran. Im weiteren Verlauf der Ferien folgen bestimmt noch weitere 8 Termine, die diesmal aber alle technikbetont sein sollten. Einstündiges Erlernen einer kompletten Folge war für uns im letzten Jahr nämlich nicht nachhaltig. Bei Stefan Tepel wirkt der Unterricht viel realistischer. Natürlich werden wir im Sommer zum Tango-Unterricht gehen. Bei Pilates bzw. Koordinationstraining sind nun erst einmal zwei Wochen Ferien. Tanzurlaub in Remscheid, Schwelm und Wuppertal. Ich finde diese Art Urlaub nachhaltig, Urlaub zu Hause.

Bücherlesen

Noch ein paar Sätze zum Bücherlesen. Ich habe es im Mai ja geschafft, den „Buchspazierer“ zu lesen. Ein paar Tage später habe ich von Sloterdijk „Der Fürst und seine Erben“ gelesen, dazu noch das letzte Kursbuch 228. Sloterdijk ist sehr empfehlenswert, wenn man die ersten klugen Seiten geschafft hat. Er ist halt echt schlau, und muss das auch zeigen. Das Kursbuch von Nassehi fand ich dagegen enttäuschend. Da ich aktuell an das Lesen geraten bin, habe ich mir noch „Europa – Kontinent ohne Eigenschaften“ zugelegt. Und als Zugabe noch „Grundlagen der Philosophie“ von Wass, was aber eine Herausforderung für mich darstellt. Bei Sloterdijk gefällt mir, wie er zeitliche Bögen spannt, sei es bis in die Antike. Da kann man viel lernen. Der Mann ist einfach klug und stammt noch dazu aus der Frankfurter Schule.

Sommerloch und mehr

Leute, ihr merkt schon, auch diesen Sommer wird mir nicht langweilig. Gut, die Themen verlagern sich. Gesundheitsdinge rücken im Alter in den Vordergrund. Ich gebe zu, dass ich von der polarisierenden Tagespolitik genervt bin. Hoffentlich ist der Krieg in der Ukraine bald mal vorbei. Und die Kriege in Gaza, Libanon und Iran enden auch endlich. Mal ehrlich, unsere „Leitmacht“ könnte sich auf Frieden besinnen, das wäre wirklich schön. Das war mein kurzer Bericht aus dem Sommerloch 26.

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