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Wupperbrücke Rundweg 1.8.2026 Karte per OsmAnd+

Wandern ab der Wupperbrücke bei Beyenburg

Am 1.8.2026 ist ein sonniger Tag und kein Regen in Sicht, es ist nur 22 Grad warm. Dazu weht ein leicht böiger Wind. Somit ist ein idealer Tag für die naturnahe Rundwanderung bei Beyenburg, Wandern ab der Wupperbrücke. Es bietet sich an, die tief eingeschnittenen Täler und benachbarte Höhen zu erwandern, genauer gesagt geht es um die Täler der Fastenbecke, der Brambecke, der Deipenbecke, der Uellenbecke und des Spreeler Baches. Die Gegend ist bewaldet und definitiv nicht überlaufen. Die heutige Tour ist eine Erweiterung der Wanderung um den Bilstein bei Beyenburg.

Heute haben wir uns vorgenommen, den Ausgangspunkt an der Wupperbrücke quer durch Wuppertal mit Bus und Schwebebahn zu erreichen. In einer Stunde sind wir dort, haben schon viel von der Stadt und ihren Bewohnern gesehen. Die geplante Wanderung bei Beyenburg ist etwa 10 km lang, etwa 190 Höhenmeter sind zu bewältigen. Das sollten wir bequem schaffen.

Wir queren die Straße L 414 und gehen die L 527 ein kurzes Stück bergauf, um bei dritter Gelegenheit rechts abzubiegen. Anschließend gehen wir am ausgetrockneten Bach Brambecke entlang. Dafür müssen wir zunächst einen durch den Borkenkäfer und einen Harvester verwüsteten Abschnitt durchqueren. Wir finden den Einstieg zum Pfad am Bach entlang. Umgestürzte Bäume vermitteln den Eindruck eines Urwalds. Das Bachtal ist wirklich idyllisch. Der Weg führt uns sanft bergauf, er ist teilweise überwachsen.

Wir erreichen nach etwa 1 km einen Waldweg, der uns bergauf durch einen Abschnitt mit hohen Buchen bis zum Höhenweg führt. Dem folgen wir nach links. Bald passieren wir eine Waldwiese links von uns, und nach kurzer Zeit eine weitere Wiese rechts mit schönem Fernblick nach Remscheid. Hier finden wir eine Bank für unser Picknick mit Aussicht.

Anschließend folgen wir weiter dem Höhenweg entlang eines Roggenfeldes mit erstaunlich vielen Mutterkörnern. Am Ende des Feldes und vor dem nächsten Roggenfeld und Häusern von Königsfeld im Hintergrund biegen wir scharf rechts ab. Der Pfad führt uns entlang des zweiten Roggenfeldes auf der Höhe in Richtung Wald. Es geht weiter geradeaus und über eine Wiese, dann wieder links. Nun sehen wir auf der anderen Seite des Fahrweges die Gaststätte „Hölzerne Klinke“. Hier kehren wir im Biergarten ein für Kaffee und Kuchen.

Die hölzerne Klinke
Die hölzerne Klinke

Links der Gaststätte geht es über einen Feldweg weiter. Hier haben wir gute Übersicht über das Bergische Land nach Südwesten. Links auf einem Haferfeld sind ein Mähdrescher und ein Traktor im Einsatz. Ich komme mir vor wie in meiner Jugendzeit. Hinter zwei Wohnhäusern biegen wir noch vor dem Schultenhof links auf einen befestigten Feldweg ab. Bald sehen wir links einen über und über mit „Unkraut“ überwachsenen Kartoffelacker, in Summe wohl Ausdruck des ökologischen Landbaues, Demeter und so. Ich will das nicht kritisieren, denn Insekten wie Schmetterlinge oder Bienen sieht man leider nur noch selten.

Dieser Weg führt links bergab in Richtung Griesensiepen und K 8. Doch vorher gehen wir nach rechts auf den Pfad entlang des Spreeler Baches, der kaum noch Wasser führt. Dort herrscht herrliche Ruhe, wir passieren eine Waldwiese links von uns. Somit bieten sich viele Fotomotive an, Pfade im Wald, Sonnenflecken, Bäume. Wir passieren eine mit großen Steinen versehene Furt über den Bach, kraxeln auf der anderen Seite den Berg hinauf. Hier steht ein einzelnes Haus mitten im Wald. Wer möchte, kann auch, statt die Furt zu nehmen, auf der rechten Talseite gehen. Wir bleiben diesmal auf der linken Seite.

Pfad am Spreeler Bach nahe Beyenburg
Pfad am Spreeler Bach nahe Beyenburg

Wir erreichen im unteren Wildental entlang von bewachten gut erhaltenen Fabrikhallen, vermutlich von Gebr. Becker GmbH, die Straße Ackersiepen, wo wir rechts gehen und bald die Hauptstraße erreichen. Diese überqueren wir und gehen unter der Bahnstrecke durch zum Beyenburger Stausee. Hier folgen wir dem Fahrweg zwischen Stausee und Bahnstrecke am „Café Bootshaus“ vorbei bis zu den Brücken. Zwischen Bahn und Straße führt uns eine Treppe zum Bürgersteig entlang der L 414. Wir hätten auch links zur Eisdiele hinauf abbiegen können.

Ein Schild meint, wir seien hier auf dem Weg zur Bushaltestelle. Doch wo ist bitte „Beyenburg Mitte““”? So lautet nämlich die nächstgelegene Haltestelle. Und schon biegt vor uns der Bus 616 auf „Am Wupperstollen“ ein und hält an bewusster Haltestelle. Eilig passieren wir die Hauptstraße und können in letzter Sekunde einsteigen. Diese Linie bringt uns zurück zum Bahnhof Oberbarmen. Glück gehabt, oder auch nicht, denn auf den Besuch der Eisdiele im Zentrum müssen wir so leider verzichten.

Kommentar

Das war unsere Rundwanderung. Noch dazu Fahrten mit dem ÖPNV, das ist wirklich nachhaltig, Deutschlandticket und so weiter. Wandern ab der Wupperbrücke bei Beyenburg, durch idyllische Bachtäler, Wald und über lichte Anhöhen mit Fernsicht. Außerdem ist man hier fast völlig alleine unterwegs. Noch dazu gibt es am Weg drei Möglichkeiten zur Einkehr. Ich plane schon im Voraus die nächste Wanderung mit meinem Sohn, dann Start wohl in Dahlhausen entlang der Fastenbecke. Auf dem hier benachbarten Ehrenberg waren wir auch schon, oder wir gehen länger entlang der Brambecke. Im Umland gibt es hier einfach viele schöne Wege und Aussichten, somit bieten sich Variationen an. An der L 414 gibt es eine Gedenkstätte an das KZ Kemna.

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